Die Wege des Glücks

Die Wege des Glücks

Unser Austausch und Verhalten machen sehr deutlich, dass wir auf der Suche nach Methoden zur Erreichung von Glück und Zufriedenheit sind. Wir probieren, überlegen, analysieren, … manchmal habe ich das Gefühl, wir verlieren den Blick für den ganz einfachen Weg. Glück ist schlicht und bescheiden – und es ist auch leicht zu finden (Es lebe der Pooh-Bär! – Buchtipp).

Ja, aber wie? Ich denke, es ist nur eine simple Entscheidung, welcher die entsprechenden Gedanken und Handlungen folgen. Menschen und Methoden können uns stärken, begleiten und unterstützen, aber die Entscheidung für den Weg treffen wir selbst. Ja, und gehen können wir natürlich auch nur selbst!

Aus meiner  persönlichen Erfahrung kann ich 4 elementare Werte (auch Bedürfnisse oder Prinzipien) für diesen Weg ableiten:

  • Freiheit
  • Liebe
  • Lebensfreude
  • Erdung

Freiheit

Ein erster wichtiger Schritt ist es, sich vor Augen zu führen, dass wir sehr tiefe und individuelle Bedürfnisse haben. Und die Erkenntnis, dass wir diese ganz bestimmt nicht an der Oberfläche befriedigen können. Jede Bedürfnisbefriedigung im Außen macht uns abhängig, wenn wir innerlich nicht frei sind.

Wir können jedoch eine nachhaltige Unabhängigkeit von äußeren Umständen (inklusive unangenehmen Verhalten von Menschen) gewinnen. Unsere Opferrolle hindert uns nämlich maßgeblich am Glücklichsein (und wenn wir achtsam bleiben, ertappen wir uns dabei in unzähligen Gedankengängen und Situationen!). Haben wir erst mal erfasst, was uns wirklich wichtig ist und mutig den Schritt in die ausschließliche Selbstbestimmung wagen (zuerst in Gedanken, das Handeln folgt), beginnen Dinge zu laufen. Und vor allem entsteht Raum für die Auseinandersetzung mit den weiteren, wichtigen Prinzipien für Glück.

Nehmen wir also freudig und gespannt an, was von Außen auf uns einwirkt und machen etwas Gutes daraus – kein Input ist für die Katz (Buchtipp: Die Katze des Dalei Lama). Unangenehm werden äußere Umstände erst durch unsere Bewertung und die von uns geschaffenen Normen, Schemen und Beurteilungskriterien. Unser Werteschema ist häufig konditioniert durch z.B. Erziehung, Gesellschaft, Medien, … durch die Propaganda vermeintlicher Werte oder Nicht-Werte. Sehr tief prägen uns auch Erfahrungen, die unsere grundlegendsten Bedüfnisse ansprechen (z.B. wenn ich das tue/sage, hat das negative/positive Konsequenzen). Für eine Gesellschaft machen Leitfäden durchaus Sinn – sie unterstützen (je einfacher und weiser sie sind) ein harmonisches Miteinander. Und aus unseren Erfahrungen gehen dienliche und weniger dienliche Glaubenssätze hervor, denen wir nicht hilflos ausgeliefert sind. Wir können uns umkonditionieren, gedanklich sowie emotional frei machen und unserer von Natur aus vollständigen Persönlichkeit gerecht werden.


Liebe

Liebe ist – so denke ich – DAS Grundbedürfnis unseres Lebens. All unser Handeln und unser Streben resultiert letztendlich aus dem tiefen Bedürfnis heraus, geliebt zu werden.

An oberster Stelle unserer Selbstverantwortung steht die liebevolle Fürsorge für uns selbst – und das hat nichts mit Egoismus gemein. Egoismus bezeichnet Denken und Handeln zum eigenen Vorteil auf Kosten der Umwelt und bezieht seine Grundlage aus einem defizitärem Selbstempfinden.

Selbstliebe hingegen agiert wertschätzend „pro Umwelt und Mensch“ – aus der eigenen Fülle heraus: „Ich kann geben, weil ich keinen Mangel habe. Ich muss nichts abwehren, weil mir nichts passieren kann.“ Diese Fülle schöpft aus der alles vervollständigenden Liebe, die wir für uns selbst empfinden. Sie entsteht nie in Abhängigkeit von äußeren Umständen (die uns wieder zum Opfer, lieblos, unfrei und egoistisch machen). Selbstliebe hat daher immer ein respektvolles und freundliches Agieren zur Folge – ganz gleich, wie angenehm oder sympathisch uns Umwelt und Umstände sind. Das macht uns wiederum unglaublich frei.

Aus der Liebe heraus erklärt sich das möglicherweise einzig sinnvolle Bewertungskriterium für unser Handeln: wir tun nichts (vorsätzlich) zum Schaden unserer Umwelt. Wir handeln aus Liebe zu uns selbst und der Umwelt – wenn das jemanden nicht gefällt, ist das legitim. Wenn er uns dafür angreift, hat er seine Selbstverantwortung (und Freiheit) nicht erkannt und steckt in einer tiefen Abhängigkeit. Vielleicht können wir ihm helfen …


Lebensfreude

Wie könnten wir keine tiefe Freude am Leben entwickeln, wenn wir uns frei und geliebt fühlen?

Diese Freude ist höchst ansteckend und nicht nachhaltig brechbar (gut, schlechte Tage haben wir trotzdem, aber sie quälen uns nicht mehr so).

Sie öffnet die Augen für das Einfache und für den Wert der Natur, zu der wir fortschreitend den Bezug verlieren.


Erdung

Freiheit, Liebe und Lebensfreude machen uns unglaublich „leicht“. Da könnten wir schon beinah „abheben“ …

Es ist wichtig, dass uns bewusst ist, dass wir als Menschen Boden unter den Füßen brauchen. Wir selbst und unser Lebensumfeld sind nicht nur Esprit & Co, sondern ebenso ganz handfeste Materie, die uns Stabilität gibt. Wir können von Materiellem unabhängig bleiben und eine weise Auswahl dennoch frei zu unserer Freude nutzen – dazu ist Materie auch da, möchte ich meinen!

Kommunikation und Beziehung wären ziemlich unvollständig ohne Erdung. Schweben wir in anderen Sphären, schweift unserer Blick nur in die Weite, können wir unsere Mitmenschen nicht mehr verstehen. Und das wär sehr schade, vielleicht auch etwas egoistisch, unfrei und ganz bestimmt ungesund …


Ich habe mich auch in anderen Abhandlungen dem elementaren Glücks-Thema gewidmet. Für alle, die gerne mehr lesen möchten:

 

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