Gute Nachrichten? Was Wissen schafft…

Gute Nachrichten? Was Wissen schafft…

Unsere Zeit und unsere Gesellschaft sind geprägt von Wissensdurst und Forschungsfreude – ich finde das total beeindruckend und auch gut… aber halt nicht ganz.

Wie kann denn Wissen unheilvoll werden?

Es ist meiner Auffassung nach nicht das Wissen an sich – vielmehr die Art und Weise der Vermittlung, die Menge sowie die absolute Darstellung. Gut verkauft, nehmen wir Informationen bereitwillig an – mit einschlägigen Informationen geimpft und ggf. besorgt, sind wir steuerbarer.

Mir fällt das seit geraumer Zeit vermutlich noch deutlicher auf, da ich inzwischen seit einigen Jahren meinem Medienkonsum – teils beabsichtigt, teils jedoch auch für Zeitaufwände, die mir wichtiger sind – drastisch reduziert habe. Mit dem Ergebnis, dass ich zwar nie am Laufenden bin was das Weltgeschehen betrifft, jedoch auch deutlich weniger Ängste als früher oder sensible Medienkonsumenten habe.

Manchmal fühle ich mich tatsächlich etwas dumm diesbezüglich – ich kann einfach nicht mitdiskutieren. Da trösten mich die Worte eines sehr klugen Mannes, der mal zu mir gesagt hat: „Es braucht ein gesundes Maß an Naivität, um besser durch’s Leben zu kommen.“ Weniger Wissen, dafür mehr kindliche Natürlichkeit und Gefühl können uns bestimmt gut tun.


Ich erlebe unser Informationssystem voller bedrückender Negativität und berechnendem Sensationalismus. In Relation zu dem Guten, Angenehmen und Schönen erreicht unser Gehirn viel häufiger, was alles bedrückend, gefährlich, ungesund, etc. ist. Das macht, mehr oder weniger bewusst, definitiv etwas mit uns (Angst, Wut, Frust, Krankheiten, …)!

Bestimmt ist eine gute Intention der Medien, Hilfestellung weiterreichend zu erwirken. Ich frage mich aber dennoch, ob es nicht auch mindestens so gut ist, ich weiß von den globalen Mißständen nur ein Mindestmaß. Bin infolge weniger besorgt, daher glücklicher und kann in meinem unmittelbaren Umfeld (da, wo ich den Bedarf ganz ohne Medien erkennen kann) nachhaltiger „Gutes“ verbreiten.

Hätten wir insgesamt weniger Medienkonsum und würden wir uns alle auf den unmittelbaren Bedarf konzentrieren – könnte das auch gut funktionieren? Hätte ich vielleicht mehr Zeit und Kraft für z.B. Familie und Nachbarn? Und mich selbst? Könnte das Wirken ohne Umwege weitreichende Kreise ziehen?


Neben den Inhalten finde ich auch auch die Informationsmenge irritierend: auf unzähligen Internet-Platformen wird verkündet, was in allen erdenklichen Lebenslagen zu tun ist. Häufig mit reißerischen Titeln und Einleitungen. Viele Möglichkeiten sind durchaus schön und weiterführend, wenn wir frei genug sind uns lediglich inspirieren (also nicht beirren) zu lassen und uns der Informationsflut nicht andauernd aussetzen.

Ich beobachte, dass wir zunehmend das Vertrauen in unsere Intuition und die Wahrnehmung unseres reichen Gefühls- und Empfindungserleben verlieren. Unser Denken und Erleben wird eingeschränkt. Wir verlernen auf die Signale des Körpers und der Seele zu achten. Wir können das nämlich hervorragend – und es ist wichtig! Die größte Weisheit und das heilsame Potential für uns steckt in uns selber.

Ich glaube, es führt viel weiter, meine eigenen Möglichkeiten zu erforschen und das Vertrauen darin zu vertiefen, als mich übermäßig im Außen zu orientieren. Mir persönlich tut es richtig gut – ggf. um den Preis, dass mein Intellekt in Frage gestellt wird – mich etwas naiv auf das Subtile, Freudvolle, Echte und Schöne in mir und um mich zu konzentrieren.

Angst und Sorge, die aus ungeeigneten Informationen resultieren, blockieren uns – sie machen uns sicherlich nicht glücklicher und gesünder. Eine sehr sorgfältige und bewusste Wahl fördert hingegen unsere persönliche Entwicklung und Entfaltung.

Wissen ist keine Konstante, keine endgültige Lösung – es verändert sich willkürlich. Wenn wir Verlässliches und Weisheit suchen, dann am Besten in und bei uns… weil wir selbst beeinflussen, wie und wann wir uns verändern.


Meine Lieben – lasst euch also (auch von mir) maximal anregen 😉!

 

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